Mittwoch, 18. Juli 2012

Lieblingsbeschäftigung!

Was mache ich hier am Liebsten? Richtig. Auswerten. Es scheint zwar noch etwas früh, sich mit dem Konkurrenzkampf Motive auf dem Spreadshirt-Marktplatz vs. Motive im Shirtcity-Club auseinanderzusetzen - denn erstens hängt mein Account bei Shirtcity in der Anzahl der angebotenen Motive weit hinterher und zweitens werden sie erst seit gestern angeboten - aber dennoch möchte ich etwas zu den Themen Usability und Aufwand loswerden.

Es ist mein allmorgendliches Ritual, als allererstes einen Blick in meine Spreadshirt-Übersicht zu werfen. Dort befindet sich neben einer Auskunft über die neuesten Verkäufe und einiger Basisdaten auch ein kleines Flash-Tool, welches eine Statistik über die letzten 15 Tage zeichnet: Marktplatz-Motiv- und -Produkt-Verkäufe. Ausnahmsweise hier mal ein kleiner Screenshot davon (ich sagte ja bereits, dass die Verkäufe fröhlich steigen und sinken^^).


Nach ausgiebigem Betrachten der lustigen Kurven stattete ich der Konkurrenz einen Besuch ab und wurde ziemlich enttäuscht. Es gibt nichts zu gucken. Nichts. Alles, was ich an Information über etwaige Verkäufe fand, ist dieses Feld.


Für mich als Statistik-Freak ein wenig ernüchternd. Auch vermisse ich Einträge über die Startgebühr, die pro Motiv abgezogen wird, eigentlich müsste mein Provisionskonto mit 35 Euro (7 Motive im Club mit je 5 Euro Startgebühr) in der Kreide stehen. Nun ja, das ist ein eindeutiger Punkt für Spreadshirt. Aber sowas von eindeutig.

Die Provisionierung an sich ist ebenso ein Thema, was nicht ganz uninteressant ist. Allerdings kann ich zum derzeitigen Standpunkt noch nicht abschätzen, ob ich es gut oder schlecht finde, dass die Höhe bei Shirtcity vorgeschrieben ist.

Ein weiterer Aspekt ist die Zeit, die aufgewendet werden muss (oder einfach nur verstreicht), bis ein Motiv tatsächlich zum Verkauf angeboten werden kann. Gestern abend habe ich dasselbe Motiv auf beide Plattformen hochgeladen. Es handelt sich dabei um diese Spruch-Bild-Kombination:


Während Shirtcity alles "in einem Aufwasch" prüft (grafische Qualität, Erfüllen aller Anforderungen an druckbare Dateien, Eignung für den Marktplatz), wird dieser Vorgang bei Spreadshirt in zwei Stufen aufgeteilt. Zuerst prüft ein Automat die Datei (Druckbarkeit) und im Anschluss wird der Inhalt unter die Lupe genommen (die Rechtsabteilung schaut drüber, ob nicht zufällig Marken- oder Urheberrechte verletzt werden oder der Inhalt sonstwie bedenklich ist). Letzteres ist nur notwendig, wenn Motive auf dem Marktplatz angeboten werden sollen, im Shop dürfte man das Motiv bereits nach der ersten Stufe verwenden. Heute morgen um 6:41 Uhr erreichte mich bereits die Meldung von Spreadshirt, dass das Motiv aktiviert werden kann. Als nächstes muss es nun noch durch die rechtliche Prüfung, dafür muss es in eine Kategorie einsortiert und mit Titel und Stichwörtern versehen werden - Arbeitsaufwand, der bei Shirtcity wegfällt. Rein zeitlich sind beide Plattformen aber noch gleich auf. Für weniger Aufwand erhält Shirtcity hier einen kleinen Punkt.

Die Anzeige der Motive auf dem Marktplatz und was passieren muss, dass es soweit kommt, sollte auch noch kurz verglichen werden. Während Shirtcity alles automatisiert übernimmt, kostet das Erstellen von Produkten bei Spreadshirt Zeit. Mithilfe eines Tools können Produkt, Motiv und jeweilige Farben ausgewählt und das (oder die) Motive(e) frei positioniert werden. Das erstellte Produkt benötigt dann noch einen Titel, eine Beschreibung, bis zu 25 Keywords und es möchte in eine Kategorie einsortiert werden. Es lassen sich beliebig viele Produkte mit einem Motiv erstellen, die sich mit ein wenig Geschick auch flächendeckend auf dem Marktplatz anzeigen lassen.

Welches System besser ist, liegt am jeweiligen User selbst. Wer Zeit sparen will, ist bei Shirtcity deutlich besser aufgehoben, wer möglichst viel Einfluss haben möchte, ist bei Spreadshirt besser dran. Leider hat die Freiheit, die Spreadshirt seinen Designern lässt, auch eine Schattenseite: Der Marktplatz wimmelt von Motiven, die in falsche Kategorien einsortiert wurden oder mit falschen Keywords versehen wurden. Manches davon sicher aus Unachtsamkeit, vieles aber eher um die Verkäufe zu steigern. Allerdings hat auch Shirtcitys Automatismus eine Schattenseite: die Keywords, die vergeben werden, sind nicht immer ausreichend und auch nicht immer im Sinne des Designers. Ein Beispiel:
vs.


Bei Spreadshirt hat das Shirt folgende Angaben erhalten:
  • Kategorie: Lustig -> Beleidigungen
  • Titel: Ich habe visuellen Tinnitus, ich sehe nur Pfeifen. 2-farbiger Spruch T-Shirts
  • Beschreibung: Ich habe visuellen Tinnitus, ich sehe ständig nur Pfeifen. Wer kennt das nicht?
  • Keywords: tinnitus, tinitus, pfeife, gemein, fies, spruch, sprüche, beleidigend, beleidigung, auge, sehen, subtil, frech, cool, coole, beleidigt, beleidigen, mies, intelligent, witzig, lustig, spaß, fun, party, Pfeife
Im Gegenzug dazu ist bei Shirtcity folgendes passiert:
  • Kategorie: Körper & Gesundheit
  • Titel: Visueller Tinitus [...! Tinnitus! Argh!]
  • Keywords [hier "Tags" genannt]: Haltung Humor, Körper Humor, Körper & Gesundheit, Spruch
Auch wenn es Zeit und Mühe kostet und Falscheintragungen am Marktplatz lästig sind, der Punkt für die Qualität der Kategorieneinsortierung und Keywords (SEO!) geht an Spreadshirt.

Soweit der erste Teil des kleinen Vergleichs. Wirklich interessant wird es wohl erst, wenn bei Shirtcity die ersten Provisionen eintrudeln. Da sich bei meinen Spreadshirt-Motiven in den ersten Monaten auch nicht viel getan hat, rechne ich noch nicht so bald mit auswertbaren Ergebnissen.

Ich halte euch auf dem Laufenden! :o)

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